Folge 2: Wie politisch sollten Jugendbücher sein?
Shownotes
Wie politisch darf Jugendliteratur sein?
Der Münsteraner Autor Dirk Reinhardt hat mit „No Alternative“ den Deutschen Jugendliteraturpreis der Jugendjury gewonnen. Sein Roman erzählt von Emma, 17, die sich zwischen Idealismus, Ohnmacht und Radikalisierung verliert – und stellt unbequeme Fragen: Wie weit darf Protest gehen? Wann wird aus Engagement Extremismus?
Im Gespräch erzählt Reinhardt, wie seine Bücher entstehen, warum das Klima-Thema für ihn mehr ist als Trend – und was ihn an Jugendlichen heute besonders bewegt. Er spricht über Schreibprozesse zwischen Wissenschaft und Aktivismus, über Mut zur Ambivalenz und über die Verantwortung, jungen Leser:innen keine fertigen Meinungen zu servieren, sondern Denkräume zu öffnen. Und er verrät, warum sein nächster Roman ein ganz anderes Thema in den Blick nimmt: Kinderarmut in Deutschland – und damit eine Realität, die oft übersehen wird.
Gast & Host
Dirk Reinhardt ist Jugendbuchautor und lebt in Münster. Nach seinem Studium der Geschichte und Germanistik arbeitete er als Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Münster und später als Journalist. Bekannt wurde er mit politisch-realistischen Jugendromanen wie „Edelweißpiraten“ (2012), „Trainkids“ (2015) und „No Alternative“ (2023). Seine Bücher greifen globale und gesellschaftliche Konflikte auf – von Flucht über Klima bis soziale Gerechtigkeit.
Anna Niere ist Redakteurin bei RUMS. Sie liebt Gespräche zwischen Politik und nischigem Alltagswissen.
Zum Weiterlesen
• Dirk Reinhardt: No Alternative (Gerstenberg Verlag)
• Interview: „Wie Jugendbücher politisch wirken können“ (RUMS)
Über „Die große Frage“
„Die große Frage“ widmet sich regelmäßig tiefgehend einem Thema – egal ob Politik, Wirtschaft, Sport oder Kultur. Dafür sind immer wieder Gäste aus Münster zu Besuch vor dem RUMS-Mikrofon.
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